Werbedesign |

Werbedesign

Der allgemeine Begriff des Werbedesigns umfasst jegliche gestalterischen Produktionen, die für den Gesamtkomplex von Unternehmensauftritten in Reklame und Public Relations notwendig werden. Im Gegensatz zu früheren Zeiten – als Werbung weitgehend auf Printmedien oder Werbeartikel beschränkt war und nur Großunternehmen teure Radio- oder Fernsehbotschaften ausstrahlen konnten, erlaubt die zunehmende Digitalisierung in der Gegenwart auch kleinen Werbetreibenden die gezielte Nutzung von Audio- oder Videowerbung. Für Werbedesigner bedeutet dies enorme Steigerungen der Tasks in ihrem Berufsfeld.

Das Werbedesign des 21. Jahrhunderts muss sämtliche verfügbaren Medien erreichen
Websites, soziale Netzwerke, mobile Internet-Anwendungen – vor wenigen Jahren noch als „Spielzeug für Minderheiten“ belächelt, sind sie heute zu Vermittlern von Werbeinhalten an Tausende von Menschen geworden. Damit digitale Werbemitteilungen nicht zu bloßem „Datenmüll“ verkommen, ist ihre Integration in ein ausgeklügeltes Gesamtkonzept des Werbedesigns jedes Unternehmens erforderlich. Das Zauberwort der „Corporate Identity“ – auf Deutsch der Wiedererkennbarkeit des Gewerbetreibenden auf den ersten Blick – kommt hier ins Spiel. Aktuelles Werbedesign muss traditionelle Werbematerialien wie Flyer oder Plakate so geschickt mit virtuellen Werbemaßnahmen unter einen Hut bringen, dass auch weit gespannte Erwartungen an unterschiedlichste Alters- und Zielgruppen erfüllbar sind. Können sowohl Opa als auch Enkel – die sich ganz diversifizierter Informationsmedien bedienen – mit dem Logo und den Werbeveröffentlichungen einer Firma etwas anfangen, hat das Werbedesign die ultimative Abdeckung des Marktes bewältigt.

Selbst spezifische Zielgruppen-Ansprache kann nicht auf geschicktes Rundum-Werbedesign verzichten
Es ließe sich hier eventuell der Trugschluss zu, dass jüngere und weitgehend auf virtuelle Kommunikation fixierte Generationen die Werbung in der „realen“ Welt des Alltags vollkommen ignorieren. Das ist aber keineswegs der Fall. Zum Beispiel genießen besonders regionale Veranstalter für Insider-Events immer erhebliche Aufmerksamkeitswerte bei herkömmlicher Plakat- und Flyerwerbung. Und es ist kein Geheimnis, dass sich lokale Pizza-Lieferdienste oder andere Gastronomiebetriebe den Kontakt zu potenziellen Besuchern gerne durch Speisekarten-Verteilung an Hausbriefkästen sichern. Auch Werbeaufkleber sind längst nicht „out“: werden sie gekonnt und mit treffend gewählten Motiven gestaltet, dürfen sie im Gesamtkonzept des Werbedesigns niemals fehlen. Hierzu sei an gigantische Werbeträger wie Taxiunternehmen oder den ÖPNV gedacht: Deren Fahrzeuge sind ständig unterwegs und präsentieren die aufgeklebten Logos nahezu rund um die Uhr. Beförderungsmittel wie Straßenbahnen und Stadtbusse mit ihren riesigen Werbeflächen für Digitaldruck-Folien sind im werblichen Geschehen stets ein bombastischer „Hingucker“.

Online-Werbedesign sollte zweckgerecht und augenfreundlich angelegt sein
Wird bei Werbeaktivitäten bewusst ein Schwerpunkt auf Online-Präsenzen gelegt, ist heute die rasch und unmissverständlich abrufbare „Kurzmitteilung“ gefragt. Seiten in knalligen „Bonbonfarben“, die die Augen anstrengen und alleine auf Effekthascherei zielen, haben sich in der Werbebranche überlebt. Zweckmäßig kann hingegen die Einbindung von kurzen Imagefilmen sein, die in ein paar Minuten mehr Aufschluss über das werbende Unternehmen geben als langwieriges Durchklicken durch Unterseiten. Doch müssen Werbedesigner hier häufig einen Spagat zwischen unterschiedlichen Standards variierender Betriebssysteme bewältigen – nicht immer ist jeder User mit den präsentierten Ergebnissen zufrieden.

Übertriebenes Werbedesign schadet Unternehmen oft mehr, als es nutzt
Werbung sollte sich stets auf einem Boden der Tatsachen bewegen. Schießt das Werbedesign über die real lieferbare Qualität von Waren oder Dienstleistungen hinaus, kann dies durchaus zu einem heftigen „Rohrkrepierer“ für ein Unternehmen werden.