Videomarketing |

Videomarketing

Am Thema Videomarketing kommt heute kaum noch ein Unternehmen vorbei, das auf zeitgemäße Weise seine Zielgruppen erreichen möchte. Vom kleinen Handwerksbetrieb, der im Bewegtbild Tipps für Heimwerker gibt, über das Beratungsunternehmen, das seine Mitarbeiter und Leistungen im Vodcast vorstellt, bis hin zum Konzern, der seine neueste Produkteinführung mit einer Videomarketing-Kampagne begleitet: In allen Branchen und bei Unternehmen aller Arten und Größen spielt Video als Marketingtool inzwischen eine wichtige Rolle.

Der Hintergrund dieser Entwicklung ist einfach: Die Kunden, Partner, Medien und alle sonstigen Zielgruppen – kurz: die Internetnutzer wollen es so! Denn kaum eine Art der Darstellung hat in den letzten Jahren so extrem an Zuspruch gewonnen, wie das Bewegtbild. Die Internetuser sind es inzwischen gewöhnt, alle Themen und Inhalte in Videoform aufbereitet zu bekommen. Dieser Erwartungshaltung müssen Firmen wie Institutionen und Körperschaften gleichermaßen entsprechen: mittels Videomarketing.

Der Vorteil des Mediums Video
Komplexe Themen verständlich aufzubereiten – und dazu sowohl Text- als auch Bild- und Soundelemente verwenden zu können: Darin liegt die große Stärke des Videomarketing. Dabei Unternehmen ein Gesicht zu verleihen, trockene Themen durch Interviews oder Animationen lebendig zu machen und beim Betrachter nahezu alle Sinne für Produktwerbung & Co, ansprechen zu können, sind weitere einzigartige Möglichkeiten, die das Bewegtbild bietet.

Das lässt sich mittels Videomarketing erreichen:
– komplexe Zusammenhänge verständlich machen
– komplexe Produkte vorstellen
– FAQs beantworten
– Unternehmen ein Gesicht geben
– Marken- und Imagebotschaften vermitteln

Die Zielgruppen des Videomarketings
Galten in früheren Jahren vor allem jüngere Zielgruppen als besonders video-affin, so lässt sich inzwischen kaum noch eine Altersgrenze für das Videomarketing definieren. Die Darstellungsform Video ist bei allen Webusern angekommen – es ist die Art der Aufbereitung der Inhalte im Video, die zielgruppengerecht gehalten sein muss. So wird ein an Jugendliche gerichtetes Power-Getränk in einer Videokampagne natürlich eher mit Hipster-Musik untermalt, und durch schnelle Schnitte, übertrieben grelle Farben und ein wahres Effekt-Gewitter für die Zielgruppe spannend gemacht, als ein Informationsvideo für den Gartenmarkt von nebenan, das sich an Gartenfreunde richtet. Es ist also nicht das Medium selbst, sondern die Aufbereitung des Contents, die eine Frage der richtigen Zielgruppe ist. Generell sind vom Kindesalter bis zum Silver Surfer alle online erreichbaren Zielgruppen auch für Videos empfänglich.

Im Grunde muss, wer Videomarketing im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation einsetzen möchte, sich also vor allem darüber klar werden, welche Art von Video er nutzen möchte.

Arten von Bewegtbild für das Videomarketing:
– Produktvideos
– Illustrierende Videos
– Ratgeber-Videos
– Imagevideos
– User generated Content (beispielsweise im Rahmen von Gewinnspielen)
– Web-TV mit eigener Berichterstattung (zum Beispiel Event-Berichterstattung)

Aufwand, Voraussetzung und Umsetzung von Videodrehs
Je nach Art des gewünschten Videos ist der Produktionsaufwand sehr unterschiedlich. So bedarf es für die Vor-Ort-Berichterstattung von Events mittels Video-Interviews (so genannten Vodcasts) beispielsweise eines Zwei- bis Drei-Personen-Teams für Planung, Dreh und Interviewführung sowie Schnitt und Upload der Videos. Dann ist ein solches Video jedoch binnen Minuten gedreht, durch den so genannten Dreh auf Schnitt auch recht unaufwendig in der Nachbearbeitung – und kann in kurzer online gehen. Allerdings werden einem solchen Video auch keine Effekte, Musik oder Off-Kommentare hinzugefügt.

Anders bei einem Produktvideo, das vor Bluescreen oder Greenscreen im Studio gedreht wird und anschließend mit Hintergrundgestaltung, Effekten, Off-Kommentar und Animationen versehen wird. Hier ist der Produktionsaufwand für eine Videosequenz sehr viel höher – entsprechend steigen auch die Kosten pro Video. Doch der fertige Clip sieht dann natürlich auch um ein Vielfaches stylischer aus als ein Interviewvideo – er dient jedoch auch einem völlig anderen Zweck.

Im Grunde benötigt man für die abgespeckteste Form des Videomarketings nur eine Web-TV-fähige Digitalkamera und ein Schnittprogramm. Und Do-it-yourself-Ratgeber-Videos, bei denen der Initiator selbst die Kamera auf- und einstellt, sich mit erläuternden Inhalten vor der Linse präsentiert und anschließend auch in Eigenregie den Schnitt und Upload übernimmt, haben ja durchaus auch ihr Zielpublikum – und kosten nur die eigene Arbeitszeit sowie die Grundinvestition in die Kameratechnik.

Im Normalfall übergeben Unternehmen das Erstellen von Videos jedoch in die Hände erfahrener Spezialisten, wie beispielsweise Kommunikationsagenturen oder Videomarketing-Firmen. Diese haben den Vorteil, Technik und Know-How bereits mitzubringen, so dass die Investition in die Web-TV-Technik und das Risiko der Bedienung durch Laien entfällt.

Worauf in jedem Fall geachtet werden sollte, ist ein schlüssiges Konzept im Vorfeld, das folgende Fragen klar beantwortet: Wer soll weshalb was drehen und auf welche Weise soll der Inhalt für welche Zielgruppe aufbereitet werden? Zumindest an diesem Punkt empfiehlt sich die Unterstützung durch Kommunikationsexperten.

Risiken beim Videomarketing
Das größte Risiko beim Videomarketing ist dasselbe wie das aller anderen Marketingbemühungen: nicht bei der Zielgruppe anzukommen. Nichts ist schlimmer, als wenn das aufwendig produzierte Video nicht angeklickt wird. Deshalb muss genau konzipiert werden, was der jeweiligen Zielgruppe stilistisch und inhaltlich „schmeckt“ – und auf welche Weise sie auf das Video gelockt, es ihr also bekannt gemacht wird.

Kosten für das Videomarketing
Bei der Berechnung der Kosten ist zu beachten, dass nicht nur der Videodreh selbst eingerechnet werden muss, sondern auch der Aufwand für Distribution (d.h. das Einstellen in die Online-Kanäle, auf die eigene Website und so weiter) sowie eventuelle Kampagnenkosten für die Bekanntmachung – beispielsweise durch Facebook-Anzeigen, Pressemitteilungen oder Events.