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Printdesign

Kein Tag vergeht, ohne dass Millionen von Menschen Bücher und Zeitschriften lesen, Broschüren und Plakate anschauen oder Geschäftsbriefe und Postkarten verschicken. Visitenkarten, Kalender, Speisekarten oder CD-Cover: Alles, was sich drucken lässt, gestaltet der Printdesigner. Mittlerweile ist dafür ein sehr breites Betätigungsfeld entstanden. Denn inzwischen lässt sich bei weitem nicht nur Papier bedrucken. Auch Textilien, Kunststoffe und vieles mehr sind aufgrund der heutigen technischen Möglichkeiten gute Trägermaterialien für die kreative Druckgestaltung geworden. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sind sehr eng mit dem Printdesign verbunden. Aber nicht nur Unternehmen profitieren davon, sondern auch wissenschaftliche, kulturelle und soziale Einrichtungen, wie z. B. Institute, Theater oder Vereine. Die visuelle Kommunikation nimmt im Alltag einen sehr wichtigen Platz ein. Viele Informationen müssen oft schnell aufgenommen und verarbeitet werden.

Printdesign hilft dabei, auch komplexe Themen möglichst übersichtlich zu gliedern und verständlich darzustellen. Das Zusammenspiel von Materialien, Farben, Formen, Schriftarten und Bildern eröffnet viele Kombinationsmöglichkeiten. Printdesign bedeutet, aus den möglichen Varianten das Optimum herauszufiltern. Dabei hilft die Kenntnis über Gesetzmäßigkeiten der Gestaltung, welche z. B. die Farbwirkung, die Formensprache, das Schriftbild oder den „Goldenen Schnitt“ betreffen. Der gesamte Herstellungsprozess von der Ideenfindung bis zur Daten-Übergabe an die Druckerei liegt in Händen des Printdesigners. Kreativität, aber auch praktisches Denken und Kommunikationsfähigkeit sind hier gefordert. Zu den modernen Werkzeugen am Computer-Arbeitsplatz gehören unter anderem Grafik- und Bildbearbeitungsprogramme. Dieser abwechslungsreiche Beruf ermöglicht häufig Kontakte zu anderen Berufsgruppen, wie z. B. Webdesignern oder Mitarbeitern von Druckereien und Verlagen.

Ebenso vielseitig kann der Kundenstamm sein: Von der Privatperson über den Unternehmer bis hin zu öffentlichen Einrichtungen existieren viele potentielle Auftraggeber. Diplom-Designer darf sich übrigens nur nennen, wer auch den entsprechenden Studienabschluss erworben hat. Der Beruf kann sowohl freiberuflich als auch in einem Angestellten-Verhältnis, wie z. B. als Mitarbeiter einer Werbeagentur, ausgeübt werden. Einige Printdesigner sind in größeren Unternehmen beschäftigt, die sich eine hauseigene Grafikabteilung leisten. Gekonntes Printdesign ist wichtig für einen erfolgreichen Firmenauftritt. Auswahl bzw. Gestaltung von Logos, Firmenfarben, Schriftarten und Bildern sollten nach Möglichkeit einem Fachmann überlassen werden. Er sorgt dafür, dass alles miteinander harmoniert und ein überzeugender Gesamteindruck entsteht.

Auch das sogenannte Corporate Design gehört zu den Aufgabenbereichen eines Printdesigners. Dieser Begriff umschreibt das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit. Wie ein „Roter Faden“ ziehen sich dabei bestimmte Gestaltungsmerkmale durch das Design sämtlicher Druckerzeugnisse der Firma, was den Wiedererkennungseffekt erheblich verbessert. Was wären Zeitschriften, Bücher, Kalender und Postkarten ohne Printdesign? Erst die Gestaltung eines Druckmediums sowohl unter ästhetischen als auch funktionalen Gesichtspunkten lässt ein ansprechendes Produkt entstehen. Nicht von ungefähr gibt es beispielsweise Buchpreise, bei deren Vergabe die Gestaltung das Bewertungskriterium ist. Printdesign übt einen enormen Einfluss auf die alltägliche Kommunikation aus, wird aber auch in hohem Maße von dieser geprägt.