Fahrzeugbeschriftung |

Fahrzeugbeschriftung

Die Welt der Werbung lässt keine Kanäle aus, wenn sie den Verbraucher mit Informationen versorgen will. Dazu gehören auch die Flächen auf Fahrzeugen, auf denen sich mit relativ geringem Aufwand Beschriftungen anbringen lassen. Fahrzeugbeschriftung wurde früher mit Lackierungen bewerkstelligt und war dementsprechend teuer. Die chemische Industrie nahm sich des Problems an und entwickelte Folien mit erstaunlichen Eigenschaften. Mit diesen Hochleistungsfolien wurden Beschriftungen auf Autos problemlos und können rückstandsfrei wieder entfernt werden. Die Folien sind farbig oder transparent und werden als Einzelbuchstaben oder als ganze Schriftzüge eingesetzt. Moderne Fahrzeugbeschriftungen sind als ein durchgehender Aufkleber produziert, der nur an seinen Außenkanten Angriffsfläche für Witterung oder mechanische Einflüsse zulässt.

Beschriftung von Firmenfahrzeugen ist ein beliebtes Werbemittel

Fahrzeugbeschriftungen werden von Kleinstunternehmen bis zur Großindustrie eingesetzt. Der Handwerksmeister nutzt sein Fahrzeug oft als kostenlose Werbefläche für seine Dienstleistung und die erforderlichen Kontaktdaten, während Großunternehmen häufig ihr Markenlogo oder Image damit verwirklichen. So ist die Flottenzugehörigkeit der Telekomfahrzeuge zum Beispiel am großen T und dem umlaufenden Streifen für jeden ein Begriff. Die Gestaltungsmöglichkeiten für die Schriften und Klebefolien sind nahezu unbegrenzt. Möglich sind alle erdenklichen Schriftfonts und Farben. Sogar Techniken mit 3D Darstellungen sind kein Problem. Die Fahrzeugbeschriftung kann auf den lackierten Blechen oder den Scheiben des Fahrzeuges erfolgen. Beim Bekleben der Scheiben ist auf die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung zu achten. Speziell für Scheiben entworfene Folien sind von Außen mit gutem Kontrast zu lesen, von der Innenseite des Fahrzeuges aber durchsichtig. So kann der Fahrer ohne Sichtbehinderung im Verkehr agieren. Für Scheiben ist das Bekleben mit Schriftzügen von Innen und Außen möglich.

Der Vorteil von Fahrzeugbeschriftungen
Mit einer Beschriftung eines Fahrzeuges erhält ein Unternehmen praktisch ein mobiles Werbeplakat ohne zusätzliche Kosten. Es bewegt sich im Alltag vieler Menschen und erregt durch sein Auftauchen einen gewissen Aufmerksamkeitswert. Ein Gewöhnungseffekt tritt in der Regel nicht ein. Eine Fahrzeugbeschriftung ist daher in ihrer Wirkung einigen anderen Werbeformen überlegen. Die beschrifteten Folien lassen sich mit ein wenig Geschick in Eigenregie anbringen und bei Bedarf ohne Beschädigung der beklebten Fläche wieder entfernen. Die bedruckte Folie geht dabei in den meisten Fällen allerdings kaputt. Im Handel sind jedoch auch mehrfach wechselbare Folien erhältlich. Sie bestehen aus sehr dickem Material und können vom Fahrzeug abgezogen werden. An einem anderen Fahrzeug oder einer glatten und sauberen Fläche lassen sie sich wieder problemlos andrücken und haften fest an der Fläche. So kann etwa ein Fahrzeug tagsüber als Firmenfahrzeug gekennzeichnet sein und abends den Charakter eines Privatwagens erhalten. Ein richtiger Klebstoff ist bei diesen Folien nicht vorhanden, Adhäsion und Kohäsion werden hier durch die physikalischen Eigenschaften des Materials oder Magnete bewirkt. Für stärkere mechanische Belastungen sind diese Folien nicht gedacht.

Verschiedene Klebetechniken kommen zum Einsatz

Um die Folien für die Fahrzeugbeschriftung belastbar zu befestigen, kommen 2 grundsätzliche Verfahren zum Einsatz. Die zu verklebenden Folienteile können mit einer bereits aktiven Klebemasse benetzt sein und befinden sich auf einer Trägerfolie. Diese Trägerfolie wird entfernt und der Aufkleber ohne Lufteinschlüsse auf dem Untergrund platziert. Der Nachteil dieser Methode besteht darin, dass die Folie von Beginn an exakt die richtige Ausrichtung aufweisen muss. Spätere Korrekturen sind aufgrund des Klebers nicht möglich. Lufteinschlüsse lassen sich nur extrem schwer entfernen und es muss sehr sorgfältig gearbeitet werden. Die andere Variante trägt die Klebefolie auch auf einem Folienträger, jedoch ist die Klebeschicht noch nicht aktiv. Die Folie wird auf eine mit Wasser benetzte Fläche aufgebracht und beginnt erst nach einiger Zeit tatsächlich fest zu haften. In der Trocknungszeit kann die Folie problemlos verschoben oder ausgerichtet werden. Lufteinschlüsse lassen sich mit einem kleinen Spatel bequem ausstreichen. Nach Abschluss der Trockenzeit sind beide Folientypen hoch belastbar und überstehen auch Behandlungen in Waschstraßen ohne Beschädigungen. Die Haltbarkeit der heute üblichen Folien beträgt 5 bis 8 Jahre je nach Farbgebung und Untergrund. Die Folien sind UV-stabil und farbecht. Dunkle Untergründe führen zu hoher Temperaturbelastung des Kunststoffes und lässt die Folien schneller altern und spröde werden.

Der Digitaltechnik sind bei der Gestaltung kaum Grenzen gesetzt

Das Bedrucken der Folien für Fahrzeugbeschriftungen erfolgt maschinell. Außer reinen Schriftzügen können die Folien auch mit Bildern, Logos oder Fotografien versehen werden. Die meisten Unternehmen verfügen über die entsprechenden Ausstattungen und können auch großflächige Bilder und Beschriftungen realisieren. Die Bestellungen einer bestimmten gewünschten Beschriftung und ihrer Gestaltung kann bei vielen Firmen online erfolgen. Bilder müssen in üblichen Dateiformaten übermittelt werden und genaue Größenangaben definiert werden. In einer digitalisierten Vorschau kann zur Kontrolle der spätere Schriftzug begutachtet und auf orthografische Fehler geprüft werden. Einfache Beschriftungen von Fahrzeugteilen mit zum Beispiel einer Firmenbezeichnung und den zugehörigen Adressdaten sind nach marktüblichen Preisen schon für unter 50 € im Versand zu bekommen. Die Montage kann unter Befolgung der beiliegenden ausführlichen Montageanweisung dann in Eigenregie vorgenommen werden. Spezielle Fertigkeiten oder Kenntnisse sind bei kleinen Flächen nicht erforderlich, größere erfordern etwas Übung und Geduld.